Am 17. November 2025 öffnete erstmals das neue Museum für Textil- und Industriegeschichte Lausitz in Forst seine Türen. Nach einer umfassenden Sanierung und Erweiterung des ehemaligen Brandenburgischen Textilmuseums beginnt damit ein neues Kapitel für einen der bedeutendsten Erinnerungsorte der Lausitzer Industriegeschichte.
Der Kern des Museums bleibt die Präsentation der Forster Textilgeschichte, die über viele Jahrzehnte das wirtschaftliche Leben der Stadt geprägt hat. Ergänzt wird die Ausstellung durch weitere industriegeschichtliche Exponate, darunter die historische Dampflokomotive „Schwarze Jule“, die einst als wichtiges Transportmittel der Region im Einsatz war.
Mit einem großen Besucherfest am Wochenende des 22. November 2025 wurde das Museum offiziell für die Öffentlichkeit geöffnet. Bereits jetzt sind erste Bereiche regelmäßig zugänglich. Die vollständige Dauerausstellung zur Textil-, Industrie- und Stadtgeschichte soll bis Ende 2026 fertiggestellt werden.
Für den Um- und Neubau wurden mehr als 20 Millionen Euro investiert, davon stammen über sechs Millionen Euro aus Strukturfördermitteln. Das Museum ist damit ein Beispiel dafür, wie Strukturwandel nicht nur neue Zukunftsprojekte hervorbringt, sondern auch die Geschichte der Region bewahrt und neu erlebbar macht.
Gerade für die Grenzstadt Forst besitzt dieses Projekt eine besondere Bedeutung. Die Textilgeschichte verbindet die Region bis heute über die deutsch-polnische Grenze hinweg. Das Museum macht diese gemeinsame Vergangenheit sichtbar und stärkt damit die Identität der Lausitz. Es zeigt, wo die Region herkommt und macht zugleich deutlich, dass ihre Geschichte ein wichtiger Baustein für ihre Zukunft ist.





